Am Samstag beim Testaufbau in Mishmar Ayalon hatte ich mich mit einem der Kollegen abgesprochen, welcher erfahren hatte, dass man sich in Tel Aviv in einem Krankenhaus gegen das Corona-Virus impfen lassen kann. Da die Impfung bei mir auch oben auf der ToDo-Liste steht, wollte ich mich da direkt anschließen. So vereinbarten wir, uns um 10 vor der Klinik zu treffen.
Daher ließ ich den Wecker früh klingeln, um entspannt frühstücken und bis um neun aus dem Zimmer auschecken zu können. Die Stunde Fahrzeit klingt zwar nach viel, jedoch kam ich trotzdem nicht pünktlich an, denn an den Arbeitstagen ist der Verkehr in Tel Aviv ein einziges Stop-and-Go. Ich kroch vorwärt und musste dann noch ca. 20 Minuten warten, bis auf dem Parkplatz, den ich mir gesucht hatte, was frei wurde.

Mein Kollege stand noch im Stau und so ging ich schonmal auf eigene Faust zur Klinik. Leider machte mir der Mann am Anmelde-Schalter wenig Hoffnung: Impfstoff für Ausländer gäbe es nur, wenn noch was übrig sei. Schade. Ich ließ mich trotzdem auf die Warteliste schreiben und wartete auf meinen Kollegen, der sich auch noch auf die Warteliste schrieben ließ.
Da wir gegen halb eins wieder kommen sollten, spazierten wir noch ein wenig durch die Straßen auf der Suche nach einem Café oder Imbiss. Erst ging es nur durch Straßen, die öde und voller Autos waren, doch dann erreichten wir eine Straße, die kleiner und viel grüner war. Dort fanden wir auch einen kleinen Laden, bei dem es Fallaffel, Pitas, Hummus und andere lokale Speisen gab. Ich gönnte mir einen frischen, süßen Fruchtsaft (keine Ahnung, schmeckte nur süß und war pink) und eine Pita gefüllt mit Fallaffel, Salat und Hummus und war damit sehr zufrieden.
Dann spazierten wir langsam zurück zur Klinik, weil wir dachten, dass es eventuell vorteilig sein könnte, wenn wir eher da sind. Leider brachte das absolut gar nix und auch nach um eins warteten wir. Die Chefin rief einer klaren Priorisierung folgend erst alle mit israelischem Pass hinein. Dann alle, die eine zweite Impfung brauchten und dann war nix mehr übrig. Auch nicht für die Französin, die neben mir saß, bei einem Start-up in Tel Aviv arbeitete oder die andere französische Frau, die mit ihrem Sohn und ihrer in Israel lebeneden Mutter da war und sehr vehement auf die Chefin einredete.
Es half also nix, wir durften alle ungeimpft wieder nach Hause gehen. Naja… am 5. Mai hat uns unser Auftraggeber einen Impftermin organisiert. Da bekomme ich zwar dann nur eine von zwei Dosen in Israel, aber was man hat, hat man! 🙂

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