Ich darf ja nicht raus gehen. Daher bin ich in den vergangenen Tagen zum Lieferdienst-Junkie mutiert. Ich lasse den Supermarkt liefern und täglich wähle ich ein anderes Schnell-Restaurant aus, was mir das Mittagessen bringen darf.

Zwar hat mir das Hotel ja zu Beginn ein wenig den Kühlschrank mit so grundlegenden Sachen wie Milch, Tomaten, Paprika, Gurken und Butter gefüllt sowie Obst, Müsli und Brot besorgt. Aber zum einen reichte die Ration nur für die ersten paar Tage und außerdem mag ich es doch sehr, eine warme Malzeit am Tag zu haben.
Schon im Dezember 2020 haben wir in einem digitalen Vorab-Meeting vom Auftraggeber so einige Tipps und Tricks erhalten, die für die Reise, den Aufenthalt und ganz besonders die Quarantäne hilfreich sind. Mir wurde damals die App „wolt“ empfohlen, das ist sowas wie lieferando oder deliveroo. Also ein Lieferdienst für Speisen aller Art. Man gibt seine Adresse ein und schon wird einem das Angebot in der näheren Umgebung angezeigt. Von Süß bis Herzhaft ist alles dabei. Es liefern normale Restaurants, Schnellrestaurants, Bäckerein, Cafés und auch Supermärkte. Gezahlt wird übrigens einfach per Kreditkarte.
Ich scrolle dann immer durch das scheinbar endlose Angebot. Die Bildchen sind allesamt sehr professionell und stylisch. Es ist einem schon klar, dass die Menüs in echt nicht so aussehen, aber man hat eine gute Vorstellung und die macht auch Appetit! Ich bin mir schon bewusst, dass das Resultat, was dann bei mir ankommt, natürlich nicht so himmlisch aussieht. Das seht ihr ja auch oben auf dem Bild. Geruch und Geschmack waren aber bisher immer umwerfend.
Meist gibt es Menü-Angebote von den Restaurants. Man kann sich aber auch selbst eigene Kombinationen zusammenstellen. Da die Angebote aber meist verschiedene Optionen zum Personalisieren haben, habe ich bisher immer darauf zurückgegriffen. Dabei muss ich (ungewohnt) experimentierfreudig sein, denn so mache Begriffe waren mir kein Begriff. Da ich mir auch nach dem googlen meist nicht mehr darunter vorstellen konnte, habe ich mich einfach durchprobiert. Negativ überrascht wurde ich noch nicht.
Wo man hier einfach nicht drumrum kommt, sind Hummus und Pita. Hummus ist Kichererbsen-Mus und Pita sowas ähnliches wie Fladenbrote. Bei meiner Supermarktbestellung habe ich mir einen größeren Schwung Pitas gekauft, denn ich nehme sie sehr gern zum Frühstück (mit Marmelade) oder zum Abendbrot (mit diversen Aufstrichen). Bei den Bestellungen, bei denen ich mir Hummus habe liefern lassen, waren als Beilage auch immer Pitas dabei.
Außerdem kann man zum Hummus als Beilage das Tahini bestellen. Das ist eine Sauce aus Öl, Knoblauch und Petersilie. Als ich mir heute Abend ein Omlett aus Gemüse und Ei gemacht habe, hatte ich noch eine Tahin-Sauce übrig von der Mittagessen-Bestellung. Die habe ich da einfach mit ran gehauen. Lecker. 🙂

Aber jetzt gibt es erstmal ein Israelisches Bier. Es ist ja schließlich Dienstagabend!


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